Gestern


Ende des 19. Jahrhunderts war es vor allem der Wald rund um Lohr, der zwei Drittel des Lohrer Haushaltes finanzierte.
Es entstand florierender Handel und eine Vielzahl verarbeitender Berufszweige rund um das vielseitige Material. Das reichlich vorhandene Holz und die Lage direkt am Main ließen den Schiffsbau blühen.  

Im Jahre 1769 wurden Lohrer Schiffsbauer sogar nach Wien und Prag berufen, um dort ihre Handwerkskunst beim Bau von Donau- und Moldauschiffen unter Beweis zu stellen.

Ein weiteres wichtiges Standbein stellt das Glashandwerk dar. So wurde um 1698 die kurfürstliche Spiegelmanufaktur gegründet, die bis 1806 Bestand hatte und auch außerhalb Deutschlands einen ausgezeichneten Ruf genoss.